Berufliche Nutzung eines privaten Fahrzeugs trotz Dienstwagens
Ein Anscheinsbeweis spricht dafür, dass berufliche Fahrten mit dem Dienstwagen zurückgelegt werden, weswegen der Steuerzahler nachweisen muss, wenn er stattdessen Kosten für Fahrten mit dem Privatfahrzeug ansetzen möchte.
Wer vom Arbeitgeber einen Dienstwagen gestellt bekommt, nutzt diesen auch für berufliche Fahrten. Das jedenfalls meint das Niedersächsische Finanzgericht und hat damit einem Finanzgericht zugestimmt, das dem Kläger nicht den Werbungskostenabzug für drei berufliche Fahrten mit dem privaten Auto gewähren wollte. In einem solchen Fall spreche der Anscheinsbeweis dafür, dass der Dienstwagen genutzt wird, und der Steuerzahler muss dann nachweisen, dass er tatsächlich den privaten Pkw genutzt hat. Das konnte der Kläger hier erfolgreich nachweisen. Neben Indizien, die für die Nutzung des privaten Pkws sprachen konnte er auch Tankquittungen aus dem fraglichen Dienstreisezeitraum vorlegen. Da nur eines der beiden Fahrzeuge einen Dieselmotor hatte, waren die Tankquittungen für das Gericht ein ausreichender Nachweis für die Nutzung des Privatwagens.
Die neuesten Artikel aus allen Bereichen
-
- Besteuerung der Energiepreispauschale ist verfassungskonform
- Erdienbarkeit einer Pensionszusage
- Alkoholsteuer soll um 20 % angehoben werden
- Doppelte Haushaltsführung im Wohnmobil ist problematisch
- Steuerbonus für energetische Sanierung richtet sich nach dem Miteigentumsanteil
- Unterhalt an die dauernd getrennt lebende Ehefrau im Trennungsjahr
- Meldung der Bankverbindung an das Bundeszentralamt für Steuern
- Finanzminister plant Abgeltungsteuer auf Kryptogewinne
- Steuerbefreiung für ein selbstgenutztes Familienheim
- Fahrtkosten zur Pflege eines Angehörigen
